3 März 2012 Kommentare deaktiviert

Windkraftanlagen: Fluch oder Segen für Grundstücksbesitzer?

Windkraftanlage im SonnenuntergangDie Nutzung alternativer Energien wächst langsam aus den Kinderschuhen heraus. Erste Schritte sind erfolgreich gelaufen, doch es gibt noch immer Hürden zu überwinden. Vor einigen Jahren waren Windkraft-anlagen Parks, die mit ihrer Größe schöne Landschafts-striche verschandelten. Heute kann sich jeder Haus- und Gartenbesitzer eine kleine Windkraft-anlage in den Garten stellen, und seinen eigenen Strom produzieren. Doch der Wechsel zur eigenen Stromproduktion hat ebenfalls seine Tücken.

Die Energie des Windes sinnvoll nutzen

Wind ist in Deutschland fast immer vorhanden, wenn auch in unterschiedlichen Stärken. Hausbesitzer können demzufolge in fast allen Zeiten des Jahres ihren eigenen Strom produzieren und sich von großen Energielieferanten unabhängig machen. Die Nutzung von Windkrafträdern fördert den Umschwung in Richtung Nutzung alternativer Energien und weg von der Atomenergie. Die Herstellungskosten um Strom zu produzieren, reduzieren sich durch die neuen Technologien Jahr für Jahr. Seit 1990 haben sich die Kosten durch die Nutzung von Windenergie sogar halbiert. Der Preis der Windkraftanlagen wird regelmäßig günstiger, was Anreiz für viele Hausbesitzer ist. Leider sind die Bauverordnungen in den verschiedenen Bundesländern unterschiedlich, was die Umsetzung solcher Vorhaben für Grundstückbesitzer nicht einfacher macht. So kann man hoffen, dass die bürokratischen Wege vereinheitlicht und damit für den Verbraucher einfacher gestaltet werden. Zu überdenken sind ebenfalls die relativ hohen Kosten für das Genehmigungsverfahren zum Aufstellen einer Windkraftanlage im eigenen Garten.

Die Nachteile einer eigenen Windkraftanlage

Die unterschiedliche Windstärke innerhalb eines Jahres bringt eine ungleiche Stromproduktion zutage. Dies führt dazu, dass Hausbesitzer zeitweise wieder Strom aus dem regionalen Netz anfordern müssen. Ein solcher Wechsel liegt aber nicht im Sinne des Hausbesitzers und kann andererseits wieder mit anderen bürokratischen Schwierigkeiten verbunden sein. Daneben spielt der finanzielle Faktor ebenso eine Rolle. Wer in eine Windkraftanlage investiert hat und relativ hohe Unterhaltungskosten zahlt, möchte nicht mit weiteren Stromrechnungen finanziell belastet werden. Je nach Größe eines Windrades entwickeln die Rotoren Bewegungsgeräusche, die langfristig gesehen sehr störend für einen selbst, aber auch für umliegende Häuser sein können. Unter Umständen bekommt man Probleme mit seinem Nachbarn, der sich am Sonntag nachmittag von den Geräuschen der Windkraftanlage belästigt fühlt. Steht die Sonne zusätzlich in einem ungünstigen Winkel, entwickeln sich die Rotoren zu kleinen blinkenden Spiegeln und man wird von dem Flackern dieser belästigt.

Ein Schritt in die richtige Richtung

Die Weiterentwicklung zur Nutzung von Windenenergie kann noch immer verbessert werden. Es gibt ausreichend Ressourcen, die man überdenken und nutzen kann. Bedenkt man, dass es vor einigen Jahren nicht vorstellbar war, eine eigene kleine Windkraftanlage zu betreiben, dann erkennt man, dass diese Entwicklung schnell und positiv vorangetrieben wurde. Noch immer gibt es technische Makel, die verbessert werden können und voraussichtlich auch verbessert werden, vor allem das Problem der ungleichen Windstärke, die eine unregelmäßige Stromproduktion verursacht. Parallel dazu sollte die deutsche Regierung sich sinnvolle Schritte für einheitliche Bauverordnungen und Senkung der Kosten für die Genehmigung von privaten Windkraftanlagen überlegen.

Image: John – Fotolia

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